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Umweltschule 2015/2016

Verlauf des Projekts „Wald erleben“ an Beispielen

Lerngruppe A

 

1) Kinder-Erlebniswald Hildesheim (Lerngruppen A und B, Klasse 3)

 

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Eingangsstufen sowie der 3. Klasse fuhren gemeinsam zum Kinder-Erlebniswald nach Hildesheim. Dort nahmen sie an einer Führung teil.

Mitten im Wald nahmen die Kinder auf einem Stöckerkreis Platz und trugen ihre Tierkenntnisse zusammen. Die Waldpädagogin stellte das Eichhörnchen als Stellvertreter des Waldes vor. Sie demonstrierte anhand eines Präparates sein Aussehen, Leben und Verhalten wie auch das des Baummarders. Zuvor versteckte Nüsse sollten danach von den Schülerinnen und Schülern wiedergefunden werden. Mit dieser Aktion wurde die Nahrungsaufnahme während der Winterruhe nachempfunden. Ein Eichhörnchenspiel und ein Kreisspiel „Fledermaus und Motte“ wurde gerne von den Kindern gespielt.

Dann lockte der große Drang zum „Freispiel“ im Wald!

Einige Kinder begannen Buden zu bauen, andere erfreuten sich tatkräftig am Pumpen von Wasser und am Bauen von großen Sanddämmen in einem Riesensandkasten. Schnell hatte sich eine größere Gruppe in einem Flechtwerk von Stöckern versammelt, das ihnen für Rollenspiele als „Wohnung“ diente.

 

Gemeinsam führten alle das Geräusche-Findespiel durch: Die Kinder versammelten sich um ein weißes Laken mit vielen ausgelegten „Wörtern zu Geräuschen“ herum. Dann durchstöberten sie mit einem Partnerkind den Wald, um das entsprechende Geräusch aufzuspüren. Ihre Hörergebnisse trugen sie stolz zum „Wort“ und auf ein Signal hin stellten sie die Ergebnisse vor. Hier seien einige Beispiele genannt:

  • knirschen: Holzstückchen wird auf einer Rinde gedreht
  • rascheln: trockenes Laub zerknüllen
  • krachen: brechen von Stöckern

 

Beim Spiel „schlafender Schatzwächter“ mussten die Kinder ihr geräuschloses Anschleichgeschick beweisen, um an den Schatz zu gelangen. Das war auf dem Waldboden ein nicht einfaches Unterfangen! Im Anschluss an mehrere Spieldurchläufe haben sich alle Kinder den Schatz (Nüsse und Gummibärchen) gerecht geteilt.

 

2) Weiterarbeit in der Schule: Gestalten eines Klangbaumes

 

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit der Frage, wie man einen Baum zum Klingen bringt. Dafür haben sie vorher viele „Geräuschemacher“ gesammelt.

Alle gesammelten „Geräuschemacher“ wie Becher, Dosen, Nägel, Nüsse, Glöckchen  sind auf einem Tuch ausgebreitet worden. Dann ging das „Werkeln“ los! Die Kinder erforschten Klangeffekte und banden „Klinger“ an Bambusstöcke oder an, zuvor mit einem Handbohrer durchstochene, Becher.

Zwei Kinder durchbohrten Dosen für ihre Anbringung von Stöckchen. Strohhalme wurden an Metallbügel geknotet, Nüsse durchbohrt und mit Draht eingehängt, damit sie vom Wind aneinanderklacken können. Viele tolle, kreative Ideen entfalteten sich!

In der 1. großen Pause kletterte Frau Bittner mit einer Leiter in den „Klassenbaum“, der direkt am Klassenraum steht und nun mit den „Klangkonstrukten“ zum klingenden Baum wurde! Das Ergebnis ließ sich sehen und hören!!

Anschließend beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, wie sich ein Blatt seine eigene Nahrung herstellt.

 

Eine entsprechende Erzählung mit impressionistisch gehaltener Bildtafel veranschaulichte das Blatt als „eigene Fabrik“, in der die eigene Nahrung (Glucose) hergestellt wird. Die Kinder hörten von der Aufnahme der „schlechten Luft“- CO2 und der Abgabe von „guter Luft“ – O2 und der  Wichtigkeit des Waldes! Anschließend malten viele Kinder die „Blattfabrik“. Zwei Zweitklässler verschriftlichten den Vorgang im Blatt.

Einige Kinder bauten die „Moleküle“ CO2 und O2 mit Knete und Zahnstochern nach. Am Mikroskop wurden Blattadern und „Öffnungen“ bestaunt.

 

3) Herstellen eines „Blätterbuches“ mit der Drucktechnik

Die Schülerinnen und Schüler suchten eigene Blätter auf dem Schulgelände. Dann wurden die Blätter mit Farbe bepinselt und mit Hilfe einer Zeitung als Druckstock auf kleine A6 Blätter gedruckt. Die Acrylfarbe hob die Blattform, die Nervatur und den Blattrand besonders markant hervor.  Jedes Kind erstellte „sein“ Büchlein, indem die Blätter gelocht und gebunden wurden.

 

Das Memory „Blattpaare“ und Arbeitsblätter aus dem Lehrwerk Pusteblume ermöglichten ein weiteres, individuelles Arbeiten am Thema.

 

Das Lied „ Mein Lieblingsbaum“ durchzog die Projekttage.

 

4) Weiterarbeit an verschiedenen Schwerpunkten

 

Wir bestimmten Blattformen, benannten Blattränder und die Kinder beschriftetnn ihre „Blätter“.

Die Kinder arbeiteten weiter an einem „Strauchbuch“, an Baumerkennungsmerkmalen und an einem Waldkreuzworträtsel.

 

Montessori-Lerngruppe

 

1) Dem Wald auf der Spur – Erlebnisrundweg Steinberg (siehe Klasse 4)

2) Webrahmen aus Naturmaterial mit Fundstücken aus dem Wald bauen

3) Ausstellung und Beschriftung

4) Plakate zu verschiedenen kleineren Lebewesen und unseren Entdeckungen

5) Tag im Kindererlebniswald mit Taststrecke, Fledermausspiel und kreativen Aufgaben

6) Klassenfahrt in die DJH Hildesheim mit „Was blüht denn da am Wegesrand?“, Kinder lernen 20 Pflanzennamen und erkennen unscheinbare Wildpflanzen.

 

Klasse 3

 

1) Wir suchen Naturmaterialien

Die Kinder erhielten eine Liste mit Dingen, die sie suchen sollten. Ziel war es, den Kindern zu vermitteln, dass alles in der Natur eine Funktion hat.

 

Suchliste

 

 

-     eine Feder

  • einen Dorn
  • etwas Rundes
  • etwas Flauschiges
  • etwas Scharfes
  • etwas Schönes
  • ein vom Menschen hinterlassenes Abfallstück
  • etwas, das ein Geräusch macht
  • etwas Weiches
  • etwas Spitzes

 

 

 

2) Naturmuseum

Naturgegenstände wurden vom Waldspaziergang mitgenommen und in der Klasse beschriftet und ausgestellt (z.B. Rinde, Äste, Blumen, Blätter, Früchte, Schalen, Steine usw.).

 

3) Mit der Lupe erkunden

Die Kinder suchten sich ein Stück Waldboden aus. Jedes Kind beobachtete nun diesen Ausschnitt durch die Lupe. Sie beschrieben sich ihren Lebensraum gegenseitig.

 

4) Ökosystem Wald

Auf einem großen Plakat sollte der Aufbau des Waldes gemalt werden. Dabei sollte der Wald in verschiedene Schichten gegliedert sein: Kronenschicht, Strauchschicht, Krautschicht, Wurzelraum, Mineralboden…. .

Die Kinder sollten erkennen, dass jede Schicht im Ökosystem eine wichtige Aufgabe erfüllt.

 

3) Tiere im Wald

Nach dem Kennenlernen verschiedener Waldtiere, sollten die Tiere gemalt und ausgeschnitten werden und in dem großen Plakat „Ökosystem Wald“ aufgeklebt werden.

 

Klasse 4

1) Naturerlebnistag

Die 4. Klasse begann die Projektwoche mit einem Naturerlebnistag im nahegelegenen Ahrberger Wald.

Zuerst sammelten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Naturmaterialien: etwas Weiches, etwas Kleines, etwas, das  piekt, etwas Grünes, etwas Hartes, eine Feder, etwas, was glücklich macht. Dabei sollten sie sich leise und rücksichtsvoll verhalten und Pflanzen und Tiere mit Respekt behandeln.

Die Materialien wurden mit in die Schule genommen. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten dort kreative Kunstwerke (siehe Fotos).

Im Wald suchten sich die Schülerinnen und Schüler jeweils einen Baum und stellten auf Papier einen Rindenabdruck her (siehe Foto).

Anschließend schlüpften sie in die Rolle von Naturdetektiven und begaben sich auf Baumfahndung.

Zum Schluss lernten sie noch eine Methode kennen, wie man durch Messen des Baumumfangs das Alter eines Baumes bestimmen kann.

 

 

2) Bei den Waldlaboranten

Am zweiten Tag beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Klassenraum mit dem Thema „Wald“. Sie sammelten Informationen / Wörter zum Thema und suchten zu ihren Wörtern Überbegriffe, diese stellten sie dann in einer Übersicht dar.

In Partnerarbeit und mit Hilfe von Sachbüchern beschäftigten sie sich mit den Pflanzen und Tieren des Waldes und dokumentierten ihre Arbeitsergebnisse in einfachen Übersichten.

3) Dem Wald auf der Spur – Erlebnisrundweg Steinberg (Klasse 4 und Montessori-Lerngruppe)

Am dritten Tag fuhren die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse und der Montessori-Lerngruppe in das Schulbiologiezentrum Hildesheim. Dort begaben sie sich die Kinder auf einen Erlebnisrundweg. Auf diesem machten sie zahlreiche Erfahrungen und Entdeckungen und nahmen den Wald mit vielen Sinnen war. Dazu gehörte auch auf kleine Dinge zu achten und sie z. B. mit Hilfe einer Lupe zu untersuchen. An mehreren Stationen konnten die Kinder den Wald als Naturraum selbstentdeckend und –handelnd erleben. Jedes Kind suchte sich einen Waldschatz, der mit in die Schule genommen wurde und dort für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema zur Verfügung stand. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten mit Hilfe von Lupen die Bewohner von Totholz und bestimmten deren Namen. Sie balancierten auf Baumstämmen und bestimmten das Alter von Bäumen mit Hilfe der Jahresringe. Mit Hilfe von Spiegeln „besichtigten“ die Kinder die Stockwerke des Waldes. Natürlich kamen Spiel und Spaß auch nicht zu kurz.   

 

 

4) Gestaltung eines Lapbooks zum Thema „Wald“

Abschließend setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse noch einmal ganz intensiv mit dem Thema „Wald“ auseinander. Über viele Unterrichtsstunden gestalteten sie selbstständig mit Hilfe von Sachbüchern und ihren eigenen Eindrücken der vergangenen Tage ein sogenanntes Lapbook. Jedes Lapbook enthielt zahlreiche Informationen zum Thema „Wald“:

    http://2.bp.blogspot.com/-COwPDZYrZoo/UXAr19l-smI/AAAAAAAADQo/uSTkAKhkh4A/s1600/Lapbook+Wald.JPG
  • Die Stockwerke des Waldes

  • Tiere des Waldes

  • Pflanzen des Waldes

  • Der Wald als Lebensraum

 

Aufwachsen & gemeinsam erleben.