Schulprogramm

Stand:  Juni 2016

 

 

Inhalt

 

Seite

 

1.
Situationsbeschreibung der Schule

1

2.
Leitbild

2

3.
Entwicklungsziele

3

4.
Das pädagogische Profil unserer Schule

5

5.
Lernen in unserer Schule

9

5.1
Eingangsstufe

9

5.2
Montessori-Lerngruppe

11

6.
Evaluation

12

 

1. Situationsbeschreibung

 

Lage: Die Grundschule Ahrbergen gehört zur Gemeinde Giesen und liegt zwischen Hildesheim und Hannover; sie liegt am Ortsrand, mit Blick auf einen der hier typischen Kiesseen, im ländlichen Gebiet. Der Ort hat durch seine Lage auch Vorortcharakter und damit eine heterogene Zusammensetzung.

Die Schülerschaft ist christlich geprägt, deutschsprachig aufgewachsen und überwiegend hier geboren, auch wenn ein Elternteil aus Polen oder Russland stammt. Ökumenische Gottesdienste im Schuljahr haben eine feste Tradition.

Gebäude: Die Schule wurde 1952 gebaut und erhielt 2002 einen modernen Anbau, in dem 2 Klassenräume, Verwaltung und Lehrerzimmer sowie ein Forum untergebracht sind. Das Außengelände wurde 2003 unter tatkräftiger Mithilfe von Eltern und Förderverein erweitert, sehr schön gestaltet und bietet nun vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. 2011 wurde der Dachausbau über dem Neubau fertig gestellt, so dass drei neue Klassenräume entstanden.

Die Schulgröße hat sich in den Jahren bis 2007 von eineinhalbzügig auf einzügig verringert. Seit 2011 haben wir zusätzlich als fünfte Klasse die Montessori-Lerngruppe, in der jahrgangsübergreifend vom 1. bis 4. Jahrgang gearbeitet wird, seit 2015 haben wir wieder sechs Klassen, denn die Schülerzahlen sind durch das Neubaugebiet neben der Schule weiter angestiegen.

Im Schuljahr 2019/2020 lernen die Kinder in 6 Lerngruppen.

 

Besonderheiten unserer Schule auf einen Blick:

 

 

 

Eingangsstufe

und

Montessori-Lerngruppe

 

 

 

 

 

 

Gesundes

Frühstück

 

individualisiert Lernen,      Freie Stillarbeit

regelmäßige

Foren

 

 

Umweltschule

in Europa

 

Wert(e)volle Schule,

Sozialtraining

 

Bewegte Schule,

Brain-Gym

 

Computerraum  Bibliothek

 

 

Begabtenverbund Gymnasium Sarstedt

 

Typische Projekte/Veranstaltungen: Schulanfangsgottesdienst zum Beginn des Schuljahres, Einschulungsgottesdienst, Einschulungsfeier, Herbstfest, Erntedankfest im Dorf, Adventsbasteln und Adventsfeiern in der Schule und im Dorf, Rosenmontagsfeier, Tischtennis-Turnier, Sportfest, Pangea-Wettbewerb, Schulfest, Wandertag, Klassenfahrt, Soziale Woche (alle zwei Jahre), Teilnahme an der Aktion „Saubere Landschaft“.

 

2.      Leitbild der GS Ahrbergen                                                SV: 19.03.15,   GK: 06.07.15

Wir unterstützen jedes Kind beim selbstständigen und kooperativen Lernen.

Das zeigt sich bei uns in

  • der Gestaltung der Klassenräume, die systematisch geordnet und gut zugänglich anregendes Material zum Lernen für jedes Kind bereit halten.
  • Phasen von Freiarbeit, Projektarbeit oder Wochenplanarbeit, in denen Kinder Verantwortung für ihr Lernen übernehmen.
  • individuellen Zielvorgaben. Wir stellen sowohl einfache als auch anspruchsvolle Aufgaben, die Kreativität und Problemlösen verlangen.
  • Unterrichtsmethoden, die Kooperation im Lernprozess fördern / ermöglichen.
  • der Verantwortung unserer Schülerinnen und Schüler
  • für ihren Arbeitsplatz,
  • für Lernmaterial und
  • für Klassendienste.

In unserer Schule gehen wir friedlich, freundlich und fair miteinander um.

  • Schulregeln werden in unseren jahrgangsgemischten Lerngruppen vorgelebt .
  • Pausenscouts unterstützen den friedlichen Umgang auf dem Schulhof.
  • Gezielt eingesetzte Sozialtrainingsmaßnahmen,
  • Mini-Foren und
  • Klassenräte  fördern Achtsamkeit und Respekt der Kinder untereinander.

Wir stärken die Persönlichkeitsentwicklung jedes Kindes.

Das gelingt durch tägliches Einüben von

  • Verantwortung im Lernprozess, durch Patenschaften, helfen und sich helfen lassen, durch die Arbeit in jahrgangsgemischten Klassen.
  • Verantwortung für die Gemeinschaft in Klassendiensten oder als Pausenscouts, bei Darbietungen in Foren und Festen
  • Verantwortung für Natur und Umwelt

- durch regelmäßige Projekte mit Auszeichnungen als Umweltschule,

- durch regelmäßige Mülltrennung und

- durch Naturbegegnung in der unmittelbaren Umgebung unserer Schule.

Verantwortung für die Gesundheit durch Klasse 2000, brain-gym, 1. Hilfe-Kurs für Kinder, Ich-Stärkung, gesundes Frühstück, Obstkiste, bewegte Pause, Musikprojekte, gemeinsames Singen.

Unsere Schule kooperiert mit außerschulischen Partnern

Unsere regelmäßigen Partner sind

  • der TSV Giesen
  • die Musikschule
  • das Musikkarussell
  • der Förderverein Löwenzahn
  • die Dorfgemeinschaft,
  • die Kirchengemeinden,
  • die örtliche Feuerwehr,
  • die Polizei,
  • der Kindergarten Mariä Königin,
  • der Begabtenverbund Gymnasium Sarstedt
  • das Schulbiologiezentrum,
  • der Kindererlebniswald

 

 

 

3. Entwicklungsziele, Stand 2016
 
Zielvereinbarung
 
Umsetzung
Terminierung,  Evaluation (E)
 
Das Leitbild und unsere Entwicklungsziele werden
kommuniziert.
In Gremien - abgesichert
 
In GK/SV vorgestellt,
dann auf die Homepage
 
Schulprogramm 15/16
nach der nächsten GK/SV auf der Homepage
 
 
Entwicklungsziel 1:
Klassenrat
abgesichert
 
In allen Klassen führen wir in der vereinbarten Weise einen Klassenrat durch.
*
 
Gespräch siehe
„Ziel erreicht“
Juni 2016
s. Konzepte „Klassenrat“
 
Entwicklungsziel 2, kurzfristig:
Methodentraining
 
Methodentag, Vorgehen und Kompetenzen der SuS sind geplant
 
 
wird im Juni 2017
 evaluiert,
in 2017/18 implementiert
 
 
Entwicklungsziel 3, kurzfristig: Arbeitsruhe
 
 
In allen Klassen führen wir in der vereinbarten Weise „Arbeitsruhe“ ein und beachten die Einhaltung der Regel.
 
 
Bestandteil des Schulprogramms,
wird im Juni 17 evaluiert
 
 
Entwicklungsziel 4, kurzfristig:
Die vereinbarten Konzepte sind aktualisiert.
 
 
Zuständigkeiten werden im Kollegium aufgeteilt, Vorlage zur GK 2017, 1.Hj.
 

Juni 17 stehen die vereinbarten Konzepte

auf der homepage

 

Entwicklungsziel 5, mittelfristig:

Arbeitspläne/Unterrichtseinheiten(UE)

für Deutsch, Mathematik, Sachunterricht sind überarbeitet.

 

 

Für jedes Schuljahr liegen in den Langfächern  ausgewählte UE vor.

 

Januar 2018

 

Entwicklungsziel 6, langfristig:

Weitere UE werden ergänzt

 

 

 

ausgewählte UE werden ergänzt,

Methodentraining wird integriert

 

Juni 2020

 

 

Entwicklungsziel 7, langfristig:

Die Konzepte werden alle 2 Jahre oder bei Bedarf angepasst.

 

 

Zuständigkeiten werden im Kollegium aufgeteilt

 

unbegrenzt

 

4.Das pädagogische Profil unserer Schule

 

„Wer große Ziele verfolgt, darf kleine Schritte machen.“ (Hartmut von Hentig)     

In diesem Sinne beginnt Verantwortung bei uns selbst, bei Lehrern, die hier Vorbild sind und bei Schülern. Nur, wenn Lehrer diese Verantwortung immer wieder bewusst machen, wird sie von Kindern übernommen.

 

Verantwortung trägt jeder Schüler für sich selbst, von Anfang an,

 

Verantwortung für ihre Paten tragen „die Großen“, wenn sie eine Patenschaft für ein Kind im 1. Schuljahr übernehmen.

 

Verantwortung für die Gemeinschaft wird täglich gelebt und geübt:  

 

Inklusion

 

Inklusion bedeutet, dass alle Kinder im Grundschulalter aus Ahrbergen ein Anrecht auf Beschulung in unserer Schule haben. Die Lehrerinnen in unserem Kollegium sind durch individualisierendes Arbeiten besonders gut auf eine Lernkultur vorbereitet, die für gelingende Inklusion eine notwendige Voraussetzung ist. Erfahrungen mit besonderen Kindern, die an unserer Schule oder anderswo in Regelklassen beschult wurden, zeigen eine Bereicherung im sozialen Lernen für alle Kinder. Auch im kognitiven Bereich lohnt sich inklusives Lernen nicht nur für die, die vielfältige Hilfe empfangen, sondern für alle Kinder, da sie durch Helfen und Lehren selbst ihr Wissen festigen. Besonders begabte Kinder werden besonders gefordert.

 

Klassenrat

 

Der Klassenrat ist eine Zusammenkunft aller Schülerinnen und Schüler einer Klasse bzw. Lerngruppe mit ihrer Lehrkraft. Im Klassenrat werden aktuelle Probleme und Konflikte oder schulische Belange besprochen. Es wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Der Ablauf ist strukturiert (siehe möglicher Ablauf).  Die Leitung liegt im 1. und 2. Schuljahr in der Regel bei der Klassenlehrerin und wird dann zunehmend von geeigneten Kindern, insbesondere den Klassensprechern, übernommen.  Ausführlich s. Konzepte: Vereinbarungen zur Durchführung von Klassenräten an der GS Ahrbergen.

 

Sozialtraining friedlich, freundlich, fair s. Konzepte Sozialtraining, Pausenscouts, Mini-Foren

 

In einer Gemeinschaft angemessenes Verhalten zu zeigen, muss geübt werden. In den Klassen führen wir Sozialtrainings durch, wir treffen uns zu monatlichen Mini-Foren, wir bilden Pausenscouts aus, die schlichtend auf dem Schulhof helfen, wir führen Trainingsstunden zur Ich-Stärkung mit Herrn Timpe durch.

 

 

Schulregeln

 
Die Schule gehört vormittags
uns Schülerinnen, Schülern und Lehrerinnen.
Eltern sind uns zu verabredeten Gesprächen
ebenso wie zu verabredeten unterstützenden Arbeiten
herzlich willkommen.
 

Wir verhalten uns friedlich – freundlich und fair.

Wir sind hilfsbereit und nehmen Rücksicht aufeinander.

 

Wir spielen gemeinsam und schließen andere nicht aus.

Wir gehen mit allen Dingen sorgsam um.

Geht doch einmal etwas kaputt, sagen wir sofort der Lehrerin Bescheid.

Das Eigentum anderer wird geachtet und nicht zerstört oder versteckt.

Wir hängen unsere Jacken an die Haken und stellen die Schuhe in die Schuhbänke.

Wir sorgen gemeinsam dafür, dass die Schule und der Schulhof sauber bleiben.

Auf dem Flur bewegen wir uns langsam und leise.

Hängt der „rote Punkt“ spielen wir auf dem Schulhof und dem Spielplatz.

Friedlich – freundlich – fair gilt auch im Schulwegverkehr.

 

 

 

Arbeitsruhe

 

 

Jeder hat das Recht,

ungestört zu lernen.

Ich beachte diese Regel.

 

(Klasse 1/2 )

 

Jeder hat das Recht,

ungestört zu lernen.

Jeder muss immer die Rechte

der Anderen respektieren.

(Klasse 3/4 )

 

Soziale Woche

An unserer Schule wird alle zwei Jahre zeitnah zum Sozialen Tag eine „Soziale Woche“ unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ durchgeführt. Innerhalb dieser Woche „arbeiten“ die Schülerinnen und Schüler nachmittags freiwillig für das Projekt/die Institution, für die gespendet werden soll. Wir nehmen möglichst persönlichen Kontakt auf, so dass wir sehen, wie es Kindern anderswo ergeht und wie wichtig unsere Hilfe ist. (s. Konzept Soziale Woche)
 
Verantwortung für die Umwelt
        Allgemeine Ziele der „Umweltschule in Europa“ sind:
 
Als Umweltschule haben wir in der Vergangenheit u.a. folgende Projekte durchgeführt:
Schulhofgestaltung, Gesunde Ernährung, Mülltrennung, Wald, Wiese, Energiewächter.
.
Konkrete Ziele an unserer Schule sind:
      Kinder

      Eltern

 

Umsetzung:

 

Was?

Wie?

Weitere Maßnahmen

Mülltrennung

Verschiedene Boxen / Klassendienst

Jährlich auffrischen!

Energiesparen

Licht aus, Stoßlüften / Klassendienst

Jährlich auffrischen!

Schulfrühstück

Brotdosen, Getränkeflaschen,

gesunder Inhalt, „Powerfrühstück“

Elterninfo zur Einschulung

Bewegung

Bewegungsangebote und

attraktive Spielgeräte in gutem Zustand

Bestandskontrollen,

regelmäßig

Gesundheitsbewusstsein

Klasse 2000, Erste Hilfe

Elternbriefe

Artenvielfalt schützen

Wiese hinter dem Lehrerparkplatz

seit 2008

 

 

Verantwortung für die Umgebung

 

Verantwortung für die Lernumgebung in der Klasse

alle Kinder, Klassendienste

Verantwortung für das Schulgelände

Spieleausleihe und Aktionen „sauberer Schulhof“

Verantwortung für die Schulumgebung

alle Kinder im Rahmen der Aktion „sauberes Dorf“

 

 

Verantwortung für die Gesundheit

 

Unterstützt durch die „Obstkiste“ ergänzen wir täglich unser Frühstück mit Bio-Obst und Bio-Gemüse. Mit Pausenspielgeräten zum Ausleihen und einem Niedrigseilklettergarten sowie weiteren Spielgeräten und einer Fußballwiese sind wir für eine bewegte Pause gut ausgestattet.

Wir führen in allen Lerngruppen und Klassen  das „Klasse 2000“  - Programm durch. Brain-gym, 1. Hilfe-Kurse für Kinder, Musikprojekte, gemeinsames Singen gehören ebenfalls zur Gesundheitserziehung.

 

Schulgemeinschaft erleben
 
Die Schulgemeinschaft zu erleben stärkt die Identifikation mit unserer Schule. Wir feiern immer vor den Ferien ein Forum, in dem wir gemeinsam viel singen und Kinder aller Lerngruppen und Klassen  auftreten, sowohl allein als auch in Kleingruppen oder im Klassenverband.
 
Das Forum fördert folgende Ziele :
 
 
Ökumenische Gottesdienste

 

Viele Schülerinnen und Schüler besitzen heutzutage wenige oder gar keine religiösen Vorkenntnisse und nehmen nur selten aktiv am Gemeindeleben teil. Neben der Anbahnung eines religiösen Vorverständnisses sowie der darauf aufbauenden Vermittlung eines Basiswissens besteht innerhalb des kooperativ konfessionellen Religionsunterrichtes die Möglichkeit, den Kindern einen gemeinsamen Zugang zum gottesdienstlichen Bereich zu erschließen.

Regelmäßig stattfindende ökumenische Schulgottesdienste zur Einschulung, zum Schuljahresbeginn, werden im gemeinsamen Religionsunterricht in der Schule vorbereitet. Dabei arbeiten Lehrkräfte beider Konfessionen gemeinsam mit den beiden Kirchen zusammen. Die Schülerinnen und Schüler nehmen aktiv an der musikalischen und inhaltlichen Ausgestaltung des Gottesdienstes teil, z.B. Formulieren und Vortragen von Fürbitten.

 

Schullandheimaufenthalte
 
Schulfahrten stärken bei den Schülerinnen und Schülern die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von elterlicher Fürsorge, sie stärken die Klassengemeinschaft, fordern Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit heraus und ermöglichen eine Vielzahl originaler Begegnungen mit Natur und Umwelt. In der Regel fährt jedes Kind einmal in der Grundschulzeit auf eine einwöchige Klassenfahrt.
 
Schulfeste und Spielnachmittage
 
Schulfeste sind Höhepunkte des geselligen Lebens in der Schule. Sie sind wichtig, um Schulgemeinschaft zu erleben und Schule darzustellen. Sie finden in der Regel alle zwei Jahre an einem Freitag Nachmittag statt. Eltern, Schulelternrat, Förderverein und Kooperationspartner sind wichtige Partner, damit eine kleine Schule ein großes Fest feiern kann. Organisiert werden Schulfeste vom Schulelternrat und dem Kollegium.
Unsere Spiele- Nachmittage sind eine kleinere Form von Schulfesten, sie dienen aber ausschließlich der Geselligkeit und nicht der Präsentation von Ergebnissen. Beide Formen wechseln sich ab.
 
5. Lernen in unserer Schule
 
5.1 Eingangsstufe
 
Das Kollegium der Grundschule Ahrbergen hat mit Beginn des Schuljahres 2003/04 die Eingangsstufe eingeführt.
 
Die Schülerinnen und Schüler besuchen die jahrgangsübergreifende Eingangsstufe in der Regel zwei Jahre. Dann werden sie in den 3. Schuljahrgang versetzt. Schnell lernende Kinder können bereits nach einem Jahr in den 3. Schuljahrgang wechseln. Kinder, die mehr Zeit benötigen, können drei Jahre in der Eingangsstufe bleiben, ohne ihr soziales Umfeld verlassen zu müssen. Die flexible Verweildauer verhindert eine Wiedereinschulung, Zurückversetzung, Sitzenbleiben und das Überspringen von Klassenstufen.
 
Ziel der Eingangsstufe ist es, allen Kindern einen förderlichen Schulanfang zu ermöglichen, der an die individuellen Lernvoraussetzungen anknüpft und dadurch die Lernchancen verbessert. Durch individualisiertes Lernen ohne Versagensängste und Konkurrenzdruck kommt es zu einer Beruhigung der Lernatmosphäre.
 
Vorteile von jahrgangsübergreifenden Klassen
Das Instrument der Altersmischung erleichtert den Übergang in die Schule erheblich. Mit dem Lernen in altersgemischten Gruppen wird an die Gruppenstruktur im Kindergarten angeknüpft. Die neu eingeschulten Kinder werden schnell integriert und wachsen in eine bestehende Gemeinschaft hinein. Sie lernen schulische Verhaltensmuster, Arbeitstechniken und Rituale von den älteren, erfahreneren Kindern und bekommen darin auch Unterstützung. Die Position der Schülerinnen und Schüler ändert sich jährlich. Sie erleben, dass ihr Können und Wissen gefragt ist.
 
Altersgemischte Gruppen unterstützen kooperatives Lernen, gegenseitige Hilfe und Verantwortung. Um Lernen in altersgemischten Gruppen zu ermöglichen, bedarf es einer inneren Differenzierung des Lernangebotes sowie Individualisierung der Lernprozesse bei gleichzeitig starker Betonung des Gruppenzusammenhaltes. Die Aufgabenstellungen müssen dem unterschiedlichen Anforderungsniveau der Kinder angepasst und auf ihren jeweiligen Entwicklungsstand bezogen werden.
 
Lernen lernen

 

Wir helfen unseren Schülerinnen und Schülern, ihre Aufgaben zunehmend selbstständig, kooperativ und zielstrebig zu bearbeiten. Das steigert den Erfolg und stärkt zugleich die Persönlichkeit. Aus der Menge der Möglichkeiten haben wir einen für alle verbindlichen Plan zusammengestellt. Das erleichtert Klassenlehrerin und Fachlehrern die Kooperation und gibt den Kindern die Sicherheit, dass alle Lehrkräfte vergleichbare Ansprüche stellen.

 

Im Methodenkonzept 2016 sind diese Vereinbarungen (was soll wann, wie und warum getan werden) im Einzelnen aufgelistet. Die Vereinbarungen beziehen sich auf

 

Individualisiertes Lernen

 

Individualisiertes Lernen verhindert Über- bzw. Unterforderung. Es ist in heterogen zusammengesetzten Lerngruppen besonders wichtig. Wir nutzen einige ausgewählte, grundlegende Materialien der Montessori-pädagogik im Rahmen des normalen Unterrichts in allen Klassen als Anschauungsmaterialien, aber besonders in der Freien Stillarbeit

 

Organisatorischer Rahmen: Freie Stillarbeit (FSA)

 

 

Freie Arbeitsformen brauchen besonders klare und einsichtige Regeln.

  1.  Ich wähle mir leise eine Arbeit.
  2.  Ich halte mich an die „Arbeitsruhe“.
  3.  Ich zeige mein Arbeitsergebnis meiner Lehrerin.
  4.  Ich räume das Material wieder an seinen Platz zurück.

 

Leistungsanforderungen an frei gewählte Arbeiten

 

Unser Ziel in der Freien Stillarbeit ist, dass sich Kinder durch ihre frei gewählte Arbeit geistig weiter entwickeln. Deshalb reicht es  nicht, wenn sie sich still beschäftigen. Wir machen die Leistungs-anforderungen an die frei gewählte Arbeit daher für Schüler transparent. Die Anforderungen beziehen sich auf Selbstständigkeit, Sachbezogenheit und Zielstrebigkeit, Ordnung, Arbeitsruhe und Kooperation.

 

Kompetenzraster für frei gewählte Arbeit

 

Ich arbeite selbstständig:

Ich hole mir das Material selbst.

Ich hole mir Hilfe durch ein anderes Kind oder durch die Lehrerin, wenn ich nicht weiter komme.

Ich halte mich an die Regeln:

Ich beachte die Arbeitsruhe.

Ich bereite einen geordneten Arbeitsplatz vor.

Ich räume das Material stets vollständig und ordentlich wieder ins Regal.

Ich beende meine Arbeit:

Wenn ich gründlich mit einem Material gearbeitet habe, zeige ich es meiner Lehrerin.

Ich dokumentiere meine Arbeit.

Wir verabreden, was ich der Klasse zeige.

Ich arbeite mit Partnern zusammen.

Wir arbeiten friedlich und freundlich zusammen.

Wir kontrollieren und helfen uns gegenseitig.

Wir arbeiten an der Sache, wir lenken uns nicht ab.

Ich helfe anderen Kindern.

Wenn ich eine Aufgabe kann, erkläre ich sie gern.

Ich sage aber nicht vor.

 

 

 
5.2 Montessori-Lerngruppe
 
Die Einrichtung einer Lerngruppe mit individualisierendem Lernen durch Montessoripädagogik und Jahrgangsmischung ist beginnend mit dem Schuljahr 2009/2010 genehmigt worden und wird von allen Kolleginnen und dem Schulvorstand unterstützt. Fast alle Kolleginnen der GS Ahrbergen haben Kenntnisse zur Montessori-Pädagogik und können bei Bedarf den Unterricht in dieser Lerngruppe vertreten.
 
 
Bildung der Lerngruppe
 

Im Sommer 2011 wurde mit einer jahrgangsgemischten Lerngruppe vom 1.-3. Schuljahr begonnen. Im Sommer 2013 wurden weitere sechs Erstklässler aufgenommen. Die Lerngruppe ist seitdem durch Kinder in den Jahrgängen 1-4, sowie Kinder mit Beeinträchtigungen und besonders begabte Kinder sehr heterogen zusammengesetzt. Grundsätzlich haben Kinder aus Ahrbergen und der Gemeinde Giesen Vorrang auf die Plätze in der Montessori-Lerngruppe gegenüber Kindern von außerhalb. Nur freie Plätze können an Kinder von außerhalb vergeben werden. Jeder kann sein Kind jederzeit durch Anruf im Sekretariat auf die Warteliste setzen lassen. Plätze, die spätestens vier Wochen nach dem „gläsernen Klassenzimmer“ an einem Samstag im September noch nicht an Ahrberger Kinder vergeben wurden, gelten als freie Plätze. Dann entscheidet die Warteliste.

 

Montessorimaterial:

 

Die individualisierenden Lernprozesse werden gestützt durch das Montessorimaterial, das in der Montessori-Lerngruppe mit finanzieller Unterstützung durch Eltern angeschafft werden konnte.

 

Grundprinzipien der Montessoriarbeit:

 

 

 „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Dieser Satz ist als typische Aussage für die Methodik in der Montessoripädagogik bekannt geworden. Im Zentrum der Wochenarbeit eines Kindes steht nicht belehrender Fachunterricht, sondern  die konzentrierte Arbeit des Kindes im eigenen Tempo. Im Rahmen dieser Arbeitszeit werden Kinder in Kleingruppen angeleitet, mit den typischen Montessorimaterialien, aber auch an anderen für diese Kinder herausfordernden Aufgaben, selbstständig zu arbeiten, z.B. in Übungsheften, mit Karteien oder Arbeitsblättern, sowie mit selbst gefundenen Aufgaben. Kinder werden angeleitet, ihre Arbeit zu planen, zielstrebig durchzuführen, zu dokumentieren und zu präsentieren.

 

Zum Stundenplan der Montessori-Lerngruppe

 

Computereinsatz

 

Wir nutzen Computer vom 1. Schuljahr an und empfehlen allen Kindern, im 4. Schuljahr die Computer-AG.

Vgl. Computereinsatz in unserer Schule 

 

Die Leseförderung mit „Antolin“ unterstützt den Umgang mit dem Computer. Unsere Schule wird durch die Gemeinde Giesen mit einer Antolin-Lizenz ausgestattet.

WWW.ANTOLIN.DE  -  INTERAKTIVE LESEFÖRDERUNG FÜR KIDS

 

Hausaufgaben

 

Unsere Schule ist eine verlässliche Halbtagsgrundschule, ergänzt durch ein Betreuungsangebot durch die Spielmäuse e.V.. Deshalb sind Hausaufgaben unerlässlich, s. Hausaufgabenkonzept. 

 

 

Fördern und Fordern

 

Fördern und Fordern ist Unterrichtsprinzip. Je nach Unterrichtsversorgung finden außerdem Förderstunden statt, vgl. Förderkonzept.

 

 

6. Evaluation

 

Unsere Schule evaluiert seit 2008 jährlich wesentliche pädagogische Ziele und verbessert dadurch kontinuierlich ihre Arbeit.

 

Übersicht:

2008

 Eigener Fragebogen zur Akzeptanz unseres pädagogischen Profils, Extern: Schulinspektion

2009

 Verbesserung der Kommunikation und Kooperation mit Eltern

2010

 Intensivierung der Fachkonferenzarbeit, Erweiterung der Schulcurricula

2011

 Methodentraining, Fortsetzung der Arbeit an Schulcurricula

2012

 Implementierung von SegeL

2013

 Interne Evaluation mit dem Lüneburger Fragebogen

2014

 Interne Evaluation mit dem Lüneburger Fragebogen

2015

 Leitbild und Entwicklungsziele neu formuliert

2016

 Klassenrat, Vorbereitung des Methodentrainings, Extern: Schulinspektion

2017

 Methodentraining

2018  Unsesere Schule - ein gepflegter und geordneter Ort zum Leben und Lernen