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Fördern und Fordern

 

Jedes Kind in der Grundschule soll in seiner Persönlichkeitsentwicklung, seinen sozialen Verhaltensweisen sowie in seinen musischen und praktischen Fähigkeiten umfassend  gefördert und gefordert werden. Trotz unterschiedlicher Interessen und Fähigkeiten sollen Schüler und Schülerinnen alle verbindlichen Grundanforderungen erreichen. Dabei sollen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten in Inhalt und Form so vermittelt werden, dass sie den individuellen Lernmöglichkeiten und Erfahrungen der Kinder angepasst sind.

 

Allgemeine Förderung

Allgemeine Förderung soll allen Kindern im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts im Klassenverband ermöglichen, ihren jeweiligen Voraussetzungen entsprechend zu arbeiten.
Maßnahmen zur allgemeinen Förderung:

  • klare Strukturierung des Unterrichts

  • binnendifferenzierende Maßnahmen, z.B. Wochenplanarbeit mit qualitativer und quantitativer Differenzierung

  • hohe Schüleraktivität im Lernprozess

  • Lernen mit allen Sinnen

  • Arbeit mit Material (z. T. mit Selbstkontrolle)

  • Partner- und Gruppenarbeit („Starke“ unterstützen „Schwache“)

  • persönliche Ansprache

  • Arbeit mit dem Computer

     

    Besondere Förderung/Forderung

    Darüber hinaus findet eine Förderung in gesonderten Förderstunden statt, sofern die Unterrichtsversorgung dafür Stunden bereithält. Förderung bleibt nicht nur den Schülern und Schülerinnen mit Lernschwierigkeiten vorbehalten.

    In den Fächern Deutsch und Mathematik wird Förderunterricht mit reduzierter Gruppengröße erteilt. Der Förderunterricht findet in den beiden Lerngruppen der Eingangsstufe in der fünften Unterrichtsstunde statt.

    Nach Möglichkeit wird der Förder- und Forderunterricht vom Fachlehrer durchgeführt, was die Abstimmung auf die Bedürfnisse der Kinder sichert. Andernfalls gibt der Fachlehrer die erforderlichen Informationen wöchentlich an die Förderlehrkraft weiter.

     

    In den Kleingruppen werden die Kinder gefördert durch:

  1. zusätzliche Übungen zum Basiswissen

  2. Transparenz von Minimalanforderungen und Aufzeigen der Wege zum Erreichen der Ziele

  3. Sicherung grundlegenden Verständnisses

  4. grundlegendes Methodentraining

  5. Förderung der Konzentration mit Montessorimaterialien zum "Begreifen" (z. B. zum Zahlenbegriff, zu Operationen, zur Wort- und Satzanalyse)

  6. Reflexion über ein Lernpensum und Hilfen zu  Lernstrategien und zur Lernentwicklung

  7. eine  Kultur der Ermutigung statt Defizitorientierung

     

 

In der  Arbeitsgruppe „Mathematik für Entdecker“ werden die Kinder gefordert durch

zusätzliche herausfordernde Lernangebote u.a. mit Montessorimaterialien, durch Training für einen Mathematik-Wettbewerb und durch Mathematische Problemlösungen und Gespräche über Strategien. 

 

In der  Arbeitsgruppe „Deutsch für Dichter und Denker“ werden die Kinder gefördert und gefordert durch gemeinsame Lektüre, Rollenspiele, kleine Inszenierungen und Aufführungen.

 

Beide Arbeitsgruppen werden durch die Beteiligung der Grundschule Ahrbergen am  Kooperationsverbund mit dem Gymnasium Sarstedt zur Förderung besonders begabter Kinder ermöglicht, der seit 2005 besteht. Außerdem können einzelne Schüler besondere Angebote des Gymnasiums (Chemie- oder Biologielabor) in Sarstedt besuchen, zu denen sie am Nachmittag von den Eltern gefahren werden.

 

Diagnose/Fördermaßnahmen

Um Kinder individuell fördern zu können, ist es wichtig, ihren  Entwicklungsstand und ihre Lernfortschritte gezielt zu beobachten.

Die Lernausgangslage wird in den ersten Wochen nach der Einschulung vom Klassenlehrer und vom Fachlehrer genau beobachtet und dokumentiert und mit Informationen aus dem Kindergarten ergänzt, soweit die Genehmigung der Eltern vorliegt.

Aus unmittelbaren Schülerbeobachtungen bei der Lösung einer Aufgabe, insbesondere bei Schwierigkeiten damit, sowie aus Rückmeldungen durch schriftliche Leistungen, wird die Notwendigkeit zur genaueren Überprüfung abgeleitet.

Diese erfolgt im Fach Mathematik nach einer kompetenzorientierten Diagnostik zu unserem Unterrichtswerk. Für typische Problembereiche in Mathematik werden in der folgenden Tabelle nach Jahrgängen geordnet geeignete Materialien aufgelistet, die allen Fachkolleginnen bekannt sind. Beim Umgang mit dem Material ist die konzentrierte Handhabung ebenso wichtig wie das Reflektieren über die ausgeführte Aufgabe, um die Verinnerlichung der Handlung anzuregen. Die Entscheidung, ob in der jeweiligen konkreten Situation nach Lehrwerk, mit entsprechendem Material oder beidem gefördert wird, trifft die Lehrkraft.

Im Fach Deutsch erfolgt die genauere Überprüfung durch lehrwerkunabhängige Lernstanderhebungen (Bausteine-Lernstandserhebungen, Diesterweg; Beobachten, Fördern und Fordern, Westermann; Stolperwörter-Lesetest von Wilfried Metze)

Die vorliegenden Tabellen dienen der Beobachtung, Diagnose und der Auswahl entsprechender Fördermaßnahmen. Sie orientieren sich an den zentralen in den Richtlinien festgelegten Lernzielen aus den einzelnen Bereichen des Deutsch- und Mathematikunterrichts.

 

Tabellen mit Diagnostik und Fördermaßnahmen

vgl. Schulcurriculum: Fördermöglichkeiten Klasse 1-4 in Deutsch und Mathematik

 

Dokumentation

Die individuelle Lernentwicklung in den Fächern Deutsch und Mathematik, im Arbeits- und Sozialverhalten wird für jedes Kind dokumentiert. Im Förderplan für ein bestimmtes Kind mit Unterstützungsbedarf werden Auffälligkeiten und geeignete Maßnahmen schriftlich festgehalten. Mit den Eltern wird über den Einzelplan gesprochen und beraten. (Unterstützung durch das Elternhaus) In Klassenkonferenzen zur Lernentwicklung werden die Fördermaßnahmen zusammen mit unserer Förderschullehrkraft evaluiert und fortgeschrieben.

 

Im Interesse einer ganzheitlichen Förderung oder weil die Problemlage des Schülers die Fördermöglichkeiten übersteigt, werden ggf. schulpsychologische und fachärztliche Dienste / Einrichtungen zur Frühförderung in Anspruch genommen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Eltern. Entsprechende Gespräche werden dokumentiert.

Aufwachsen & gemeinsam erleben.